Sonntag, 31. August 2014

2014.08.30 Sonne, Regen, Schnee, Hagel, Nebel, faulige Eier, Donner und Blitz

Alles stimmt,  nur die Sonne haben für höchstens 10 Minuten zu sehen bekommen.
Wir sind im Winter angekommen. Die Nacht hatte nur sieben Grad.  Als es endlich acht war konnten wir den Generator starten um die Umluft der Heizung anzuwerfen.  Allerdings wollte der Herr Generator erst nach dem zwanzigsten Versuch anbleiben ,  dafür blinkt jetzt seine "Hilfe ich will eine Wartung" Lampe unaufhörlich.
Dank des Wohnmobils könnten wir uns nach jeder Kurzwanderung zu den faszinierendsten Geysieren ,  Hotspots,  Mudpots und anderen teilweise übelst stinkenden Umweltkatastrophen jedes mal wieder was trockenes anziehen.
Die "Pools" bilden die Lebensgrundlagen für die verschiedensten Bakterien die jeden der Sprudler in  anderen Farbe leuchten lassen. Das Farbspektrum reicht von  rot,  orange,  gelb,  blau, türkis bis grün. 
Die Mudpots,  also die blubbernden Schlammlöcher glänzen weniger mit den Farben dafür umsomehr mit den detaillierten Varianten üblen Schwefelgestanks. "Smells like rotten eggs" steht auf den Schildern,  was die Qualität des Gestank gut beschreibt.
Auf der Rundfahrten durch den Park haben wir allerdings recht schnell bemerkt,  warum überall schon die Leitpfosten für den Schneepflug stecken. Hier steht der Winter wirklich schon direkt vor der Türe und das im Sommerurlaub! Es hat sogar schon für einen Schneeball gereicht. Aber es gab auch eine wirklich gute und heiße Tomatensuppe im Hagelschauer auf einem Parkplatz  zum Mittag
Am Abend haben wir die undichte Dachlucke über dem Kinderbett mit einer Rettungsdecke abgedeckt,  da das Wasser mittlerweile innen an der Frontscheibe bis ins Armaturenbrett gelaufen ist.
Fazit des Tages:
Erstens: wir sollten das hier nochmal im Sommer anschauen
Zweitens: die Erdkruste ist manchmal doch ganz schön dünn.
Drittens: ich wars nicht,  der mudpots wars !

Nachtrag vom späteren Abend: wir haben mal unser "slideout" eingefahren,  da da irgendwie der Dauerregen eindringt und dann über die Matratzen der Kinder läuft.
Ergänzung von noch später : mittlerweile sind die Fugen aller Wände zum Dach irgendwie nicht mehr so ganz dicht,  wir haben jetzt quasi fliessendes Wasser.

2014.08.29 die lange Reise

Gegen halb Neu,  nachdem eine Herde wildgewordener Camper am Vorabend durch das brűllenlassen amerikanischer Männlichkeitssymbole unseren  Nachtschlaf erst später hat beginnen lassen, sind wir auf die erste richtig lange Etappe eingestiegen.
Erstmal Tanken,  wir habens beim vorherschätzen unseres Spritbedarfs wieder auf űber 99% Tankfüllstand geschaft , Mühsam ist es immer nur den Schrottkasten passend an die extrakurzen Benzinschläuche hinzuparken.
Über die Fahrt gibt's eigentlich nichts zu  berichten.  Wir haben etwa 5 Fahrzeuge Überholt und sind von  mindestens 5000 überholt worden obwohl wir eigentlich ein  ordentlich Tempo vorlegen. Allerdings gibt haben wir heute insgesamt drei Bundesstaaten befahren, Utah,  Montana und Wyoming .  Die Landschaft hat sind von Steppe zu Nadelwald  gewandelt. Es sind wilde Flüsse links und rechts der Straße hinzugekommen,  so stellt man sich eigentlich Kanada vor. Etwa um 4pm sind wir hier eingetroffen,  allerdings ist es aufgrund der verschiedenen Zeit und Sommerzeitzonen immer etwas komplex herauszufinden wieviel Uhr wir eigentlich haben. Nach dem Checkin auf dem Campground haben wir uns  noch zweimal den alten Faithfull angesehen,  der sich alle 60 bis 90 Minuten zeigt.
Fazit des Tages: Alle sind mit dem Fahrer zufrieden,  der auch,  solange er dann ein kaltes Bier bekommt.

Donnerstag, 28. August 2014

2014.08.27 Löcher in den Felsen

Die heutige Station unserer Reise ist der Arches Ntlprk (ohne "s"  vor dem "ch")  dort haben wir im "Teufelsgarten" genächtig. Gestartet sind wir,  wo der letzte Tag endete, im Heiligtum der Indianer,  dem Monument Valley mit den tollen Steinformationen. Die Fahrt war nicht sonderlich lang,  aber aufgrund der recht ruppigen Straßen echt anstrengend.  Nachdem wir  beim abendlichen durchzählen unserer Räder festgestellt haben,  das beide Vorderräder auf dem innersten Laufstreifen schon recht wenig Profil haben ist auch klar warum der Bock eigentlich immer überall hinfährt nur nicht geradeaus. Das reparieren wir  aber nicht,  das bleibt.
Der Riegel der Klotür ist mittlerweile auch über die Wupper,  aber nach eine provisorische Instandsetzung geht die Tür jetzt wenigstens immer auf und meistens nicht zu,  vorher war andersrum. Die Gasalarmanlage haben wir auch schon stillgelegt,  die reagierte auf jedes halbe Grad Temperaturänderung und auf jeden Kinderpups. Den Fernseher haben wir zum Topflappenhalter umgebaut, die Decofront des Kühlschrank ist jetzt unser Gartentisch. Was so richtig gut funktioniert ist unser V10 vorne unter der Haube.  Der läuft halt.  Solange wir sein Drehmoment nutzen können geht es mit dem Verbrauch,  wenn aber dieses Getriebe mal runterschaltet,  geht's richtig ab. Der Lärmpegel steigt auf etwa 100dB, der Fußraum in der Pilotenkanzel wird heiß,  gut,  schneller wirds halt nicht. Ob unser Schiff jetzt in seinen 10 Jahren seit Jungfernfahrt tatsächlich erst wie auf dem Tacho steht 104000 Meilen hat?

Sonst so? Obergeile Landschaften,  wir haben Fenster in Felswänden angeschaut und Steine auf porösen Turmkonstruktionen, das ganze in  den tollsten Farben von Smaragdgrűn bis dunkelrot. Und Nachts ist es Dunkel,  so richtig aber.  Wie Augen zuhalten mit schwarzen Handschuhen.
Am Abend haben wir auf dem Campingplatz (wir hatten sogar Dank Reservierung ein Namensschild am Stellplatz) im Amphitheater einen Vortrag einer Rangerin über Lichtverschmutzung und Dunkelheit gehört.  Dank ausgefallenen Beamer sogar in völliger Dunkelheit.

Fazit des Tages: Natur ist doch das Allerbeste

2014.08.28 7 Fahrspuren

Wir sind heute morgen zeitig um 8 Uhr gestartet,  was bei einer 5-köpfigen Mannschaft gar nicht so einfach ist.  Unser Etappenziel lag, kurz hinter Salt Lake City,  238 Meilen.  Der letzte Teil davon,  etwa 60 Meilen,  waren die anstrengenden, 6 manchmal auch 7-spurige Autobahn durch die Vororte von Salt  Lake. Links und rechts donnerten die Trucks an uns vorbei in einer Geschwindigkeit,  bei der wir nicht mehr mithalten  können.  So gegen 15 Uhr sind wir dann auf unserem Campingplatz  angekommen .  Sehr schön,  mit Pool und Rasen! ein ganz neues Laufgefühl.  Unsere Kinder sind dann gleich im Pool  verschwunden, der merkwürdiger  Weise  gar  nicht nach Chlor roch wie die anderen.  Wir Großen haben  das erste mal  Wäsche gewaschen  in amerikanischen Toplader Maschinen und es ist sogar sauber geworden,  allerdings mit deutschem Waschpulver,  wir wollen ja nicht hat wie die Amerikaner riechen.  Zum Abendessen gab's schwäbischen Kartoffelsalat und panierte Schnitzel bzw Falafelkugeln lässt sich hier gut aushalten.

Und eingekauft haben wir auch mal wieder ein wenig.  Trotz der Warnhinweise auf dem Trinkwasser,  das dadurch der Tagesbedarf an Vitaminen nicht gedeckt werden kann,  haben wir unsere Trinkwasservorräte aufgefüllt.

Fazit des Tages: Zuvilation ist anstrengend

Dienstag, 26. August 2014

2014.08.26 Regen in der Wüste

Heute  morgen haben wir es erstmal langsam angehen lassen.  Nach dem Frühstück im Wagen,  weil es draußen in der Sonne viel zu heiß war,  ein kurzer Stop im Camping Shop.  Endlich hat auch  Eva ein Kappi gefunden,  ein echt cooles,  sogar mit integriertem Flaschenöffner und Fliegengitter .  Bestimmt gibt's bald ein Bild davon.  Dann sind wir zur Tagesetappe,  Monument  Valley,  gestartet. Schon während der Fahrt war der Himmel ziemlich bewölkt und man hat gesehen,  dass es stellenweise stark geregnet hat. Zum Glück hat uns unser Streckenverlauf immer um die schlimmsten Regen und Sturmgebieten drumherum geführt. 
Im Monument Valley gab das Vision Center einen Überblick,  wir haben uns aber gegen eine Rundtour entschieden,  zum einen weil es pro Person 75  Dollar für  1,5 Std gekostet hätte und zum anderen begann es auch hier zu regnen.  So können wir die Station nicht hautnah, sondern nur etwas aus der Ferne betrachten. so war das eigentlich nicht geplant... Na ja,  alles kann man halt auch nicht planen... Wegen des Wetters haben wir uns dafür den komfortableren Campingplatz auf der anderen Seite des Tales gegönnt! hier gibt es auch ein freies WLAN,  langsam aber es funktioniert.

Morgen gibt es eine kurze Etappe,  ab dann werden die Strecken echt lang,  aber wir wollen unsere Nordwende im Yellowstone ja auch erreichen.

Wir sind mit dem Spritverbrauch und dem prepaid Tanken mittlerweile recht gut.  Auf den Interstates kommen wir je Prozent Tankenvolumen etwa 5 Meilen weit,  auf den Highways und anderen Straßennetz nur etwa 3.5 Meilen. An der Tanke gilt es hier abzuschätzen mit welcher Dollarmenge wir am dichtesten an einen vollen Tank herankommen ohne zu viel zu bezahlen. Leider haben wir aber einen Tank mit etwa 209 Litern Volumen,  so daß das trotz der angenehmen Spritpreise echt heftig ist. Unsere eigene Verbrauchsanzeige schwankt zwischen 20 bis 30 Litern bei normaler Fahrt. Anfahren am Berg macht aber schon mal sensationelle 180l/100 km auf den ersten 100 m.
 

Montag, 25. August 2014

2014.08.25 Indianer am Steuer

Echt,  jetzt,  da nimmt so ein Navaho dem armen Philip mal kurzerhand die Kamera weg,  flippert durchs Menü und stellt die Kamera richtig ein.

Wir haben nach einem Ausflug zum Horseshoe Canyon,  zum Walmart und zum Tacobell einen Ausflug in den Upper Antilope Canyon gemacht.  Nach einer  bullridingfahrt auf einem alten V8 hat unser Guide uns in den Canyon geführt. Trotz der späten Uhrzeit könnten wir noch einige richtig tolle Bilder machen. Die Nacht verbringen wir wieder auf einem Platz mit Strom und Duschen.

2014.08.24 Lake Powell

Unser erstes mal,  sozusagen freies Camping.

Gestartet am Bryce gab es zwei Strecken in Richtung Lake Powell zur Auswahl.  Eine mit vielen Meilen,  eine mit sehr wenig Meilen aber sehr viel längerer Reisezeit.  Der Fahrer entschied sich ohne ausreichende Abstimmung für die kurze Strecke. Nach etwa einer Stunden de durch eine tolle Wild West Welt (www) wechselte der Strassenbelag. Nach weiteren 100 m entschied der Familienrat,  der "Cotton wood trail" ist nichts für uns.  Nach einem U-turn haben wir dann die doch längere Strecke in Angriff genommen. 

Übernachtet haben wir dann auf dem Sandstrand am Lake Powell.  Mit einer sensationellen Aussicht.  Nach ausführlichen Bad im See,  reichlich Sternen,  Geister und sonstigen Bildern haben wir dann richtig gut geschlafen.

Fazit,  wir sind keine und werden auch nie richtige Amerikaner.  Echte Amerikaner lassen Motoren laufen, schießen Löcher in irgendwas und machen Feuer.  Unglaublich diese Leute,  einfach mal ruhig sein können die nicht.

2014.08.23 Bryce Canyon

In der Nacht hatten alle gefroren,  weil es nur 7 Grad hatte .  So müssten wir am Morgen erstmal heizen,  dass alle wieder auftauen.
Nach dem Frühstück sind wir mit dem Shuttle direkt vom Campingplatz zum Nationalpark gefahren. da wir uns im ersten Park einen Jahrespass gekauft hatten sind jetzt alle weiteren Nationalparks inclusiv. 
Wegen des kräftigen Wind sind wir zum Teil (Mädchen ) sogar mit Strickjacken gestartet. Der erste Stopp ist der höchste Punkt im Park und so hatten wir eine grandiose Aussicht auf diese einzigartigen roten Steinsäulen und Felsformationen,  die sich hier gebildet haben. Es ist unglaublich schön und bestimmt ein Highlight  unserer Reise. Mit dem Shuttle kann man immer  wieder  ein und aussteigen.  vom Sunrise Point haben wir eine kleine 'Wanderung" hinunter zwischen die Säulen  gemacht,  denn wenn man schon mal  da ist, muss man die Pracht auch hautnah erleben. Unten gab's auch ein Fotoshooting mit einem Chipmunk,  einem Streifenhörnchen,  das gar nicht mehr  weg wollte.  Zur Stärkung gab's dann  für alle ein  Stück  Pizza,  das je 5 Dollar kostete,  Amerika ist teuer. 
Am Campingplatz  haben Eva und Kay den Pool und Wirlpool getestet.
Fazit: Die Größe und Schönheit kann man sich mit den Fotos nur annähernd vorstellen.